Biografie

Audio  Porträt von Amir Hassan cheheltan.
ein Produktion von Kutrurradio (rbb),  gesendet am 14.04.2012 um 19.04 - 19.30 Uhr.

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Susanne Baghestani

Porträt von Susanne Baghestani

Porträt von Susanne Baghestani

Amir Hassan Cheheltan wurde im Herbst des Jahres 1956 in Teheran geboren. Aus seiner Kindheit sind ihm nur wenige  Erinnerungen geblieben. "Vermutlich, weil es eine wenig erfreuliche Zeit war", sagt er in einem Gespräch. Eine Zeit der Verbote, geprägt von der Furcht vor dem strengen Vater. Er wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf und durfte nicht, wie allgemein üblich, mit Gleichaltrigen auf der Straße spielen. Stattdessen wurde er ständig ermahnt, zu lernen und im Haushalt zu helfen. Also war ich bemüht, ein 'gutes' Kind zu sein, erinnert er sich, und musste früh Verantwortung übernehmen. Auch in der religiösen Grundschule, in die er nur deshalb geschickt wurde, weil sie in der Nähe lag, war er mit strengen Regeln konfrontiert.

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Amir Hassan Cheheltan
Der iranische Schriftsteller und Publizist Amir Hassan Cheheltan zählt zu den bedeutendsten Autoren seines Landes – und ist im Westen als Interpret und Analytiker der aktuellen politischen Vorgänge im Iran gefragt.

Gelegentlich fällt es Amir Hassan Cheheltan schwer, sich auf seine künstlerische Arbeit zu konzentrieren. „Ich bekomme täglich mehr als 100 E-Mails aus Teheran, bei denen es um die aktuelle politische Situation in meinem Land geht.“ Hinzu kommen zahlreiche Anfragen deutscher und internationaler Redaktionen, die eine Interview wollen oder eine politische Expertise suchen. Seine Stimme wird in Europa gehört. Das Interesse ist groß. Bei einer Veranstaltung in der DAAD-Galerie in Berlin im September 2009 gab es nur noch Stehplätze. Der Autor ist zum international gefragten Interpreten der Politik seines Heimatlandes geworden.

Seit Sommer 2009 lebt er, mit Frau und Sohn, als Gast des Berliner Künstler-Programms in Berlin, reist viel durch Deutschland, liest auch in Österreich und in der Schweiz. „Doch meine Seele schwebt über dem Teheraner Himmel“, sagt Cheheltan.

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  Navid
Der iranische Schriftsteller Amir Hassan Cheheltan definiert die iranische Problematik als
Verzögerung der Auseinandersetzung zwischen Tradition und Moderne. Die Intellektuellen
diskutieren, ob der Schah nur schlecht war oder doch gute Seiten hatte. Gelegentlich
heißt es, er habe viele Straßen gebaut und Universitäten errichtet.
Martin Amanshauser in: „Das gefälschte Volk“, Die Presse (Wien) vom 20.01.2007 Weiter   Für die Zensur zu "unmoralisch"
Christian Brüser
Amir Hassan Cheheltan ist ein kritischer und feinsinniger Beobachter der Gesellschaft und Politik des Iran. Weiter